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Café Stenzel – gegründet 1932
Ein kleiner Abriß über uns und unsere Geschichte

Am 28. September 1932 heirateten Ludwig Martin Otto Stenzel und Louise Caroline Rohde in Hamburg. Ein denkwürdiger Tag, denn sie eröffneten am selben Tage auch ihre kleine Firma – eine Keksfabrik.

Vor Kriegsausbruch hatten es Lutz und Li, wie die beiden genannt wurden, zu drei Eisdielen und einer Pralinenfabrik gebracht. Die Standorte waren u.a. der Billhorner Röhrendamm und die Wandsbeker Chaussee.

Übrigens: schon lange vor "Mon Cherie" gab es die sogenannte Sommerpause, denn die Pralinenfabrik lief nur während der Winterzeit. Das berühmte "Crème de Menth" von Stenzel (Schokotäfelchen mit Mintfüllung) war also nicht immer zu bekommen.

Am Kriegsende hieß es – wie für viele andere auch – bei Null anfangen, denn es war alles ausgebombt. Wieder krempelten die beiden die Ärmel hoch. Diesmal hießen die Stationen Wandsbeker Chaussee (heute Optiker Kelb), Klein Borstel, Finkenwerder und Harburg...

Eine Zeit lang konzentrierten sich die beiden nur auf das Geschäft in Finkenwerder – um dann 1973 das Café am Schulterblatt 61 zu eröffnen und für eine Weile parallel zu führen.

Seit 1982 ist die zweite Generation – Barbara und Norbert Stenzel – am Ruder bzw. Backtisch. Sohn Philipp hilft als gelernter Konditor tatkräftig mit. Tochter Melanie kümmert sich um alle Personal- und Verwaltungsfragen.
Die Rezepte sind inzwischen verfeinert worden (das heißt: viel weniger Zucker als damals), sind aber noch immer in Gebrauch.

Viele Prominente haben sich hier zu solchen und anderen Leckereien schon eingefunden, ein paar möchten wir gerne nennen: Da war – um kurz von früher zu sprechen - in den 60er Jahren der "stärkste Mann der Welt", der Artist Peter Paraselli, der mit Lutz und Li befreundet war. Karl Bay (Waterkant-Sänger) schwärmt für unsere Petits Fours, Hilde Sicks vom Ohnsorg Theater dagegen liebte unsere deftigen Mett-Brötchen. Und wir freuen uns, schon lange Jahre Abi Wallenstein als lieben Gast begrüßen zu dürfen - nicht nur als Musikant zu unseren Jubiläumsfeiern.

Während der vergangenen Jahre war das Schulterblatt oft gesperrt – häufig wegen Bauarbeiten, manchmal wegen Demonstrationen. Während der Demonstrationen um die "Rote Flora" standen bei uns häufig Polizisten und Demonstranten gemeinsam zum Einkaufen vor unserem Tresen – um dann wieder hinter ihren jeweiligen Absperrungen zu verschwinden.
Unser Café galt und gilt immer allen als eine neutrale Zone. Ein Ort, in dem sich die verschiedensten Generationen aber auch die verschiedensten Meinungen treffen können.

Wenn Sie heute zu uns kommen, sehen Sie uns in neuem Gewande. Umfassende Sanierungsarbeiten an den Häusern des Schulterblatts 59-61 haben im Jahre 2009 dazu geführt, dass auch wir uns rundum erneuert haben. Dabei ist es uns hoffentlich gelungen, das Moderne mit dem Nostalgischen zu verbinden. Kommen Sie doch mal wieder vorbei.

Wir freuen uns, Sie als Gast bei uns zu haben!

Ihre Familie Stenzel